Update: Ortsbegehung mit Telekom und Bürgermeister

Mit großen Erwartungen gingen wir am 16.02. in das gemeinsame Gespräch mit führenden Vertretern der Telekom und unserem ersten und dritten Bürgermeister. Im Hause der Firma NUNN fand das Treffen hinsichtlich der vielfältigen Unklarheiten bei der DSL-Versorgung unserer Gewerbebetriebe statt. Das Fazit des Gespräches ist ernüchternd und hat doch Klarheit in die Vorgänge gebracht.

Hintergrund

In Bayern wurden in den letzten Jahren eine Vielzahl an DSL-Kooperationen mit Gemeinden abgeschlossen. Hohenbrunn war eine davon. Um die Kommunen finanziell zu entlasten, geht die Telekom Kooperationen mit Gemeinden ein, um den Netzausbau voranzubringen. Die Kommunen können sich dann auf unterschiedliche Weise am Ausbau beteiligen und der Staat subventioniert einen Teil der Kosten.

Erkenntnisse aus dem Gespräch

In der beiliegenden Übersicht (sh. Anhang) erkennen Sie das DSL-Ausbaugebiet unseres südlichen Gewerbegebietes Muna. Es wurde von der Telekom im Gespräch bestätigt, dass alle in diesem Ausbaugebiet befindlichen Firmen eine verbesserte Datenleitung erhalten und mittlerweile auch nutzen können. Alle außerhalb dieses gekennzeichneten Ausbaugebietes (hierzu zählt beispielsweise die Firma NUNN) kommen nicht in den Genuss der verbesserten Breitbandförderung - auch in nächster Zukunft nicht. Die Telekom, so die klare Aussage, ist ein Wirtschaftsunternehmen und prüft bei jedem eingehenden Antrag der Kommunen, ob sich ein Ausbau finanziell lohnt. Der Bereich um den Ernst-Heinkel-Ring lohnt sich nicht und daher wurde dieser auch bei den Verträgen von Anfang an ausgegrenzt und stand nach Aussage der Telekom auch nie wirklich zur Diskussion.

Ähnlich verhält es sich in anderen Hohenbrunner Gebieten, wie die Luitpoldsiedlung, die Siedlung am Grasbrunner Weg oder Hohenbrunn-Dorf. Sollte die Gemeinde ein Interesse daran haben, diese Gebiete mit einer besseren DSL-Leitung zu versorgen, so ist im Rahmen der Kooperation mit der Telekom zuerst ein Angebot einzuholen. Die Telekom überprüft dann, ob sich für sie ein Netzausbau lohnt und wie viel Kosten auf die Gemeinde zukommen. Aufgrund dieses Angebotes kann die Gemeinde entscheiden, ob sie diesen Ausbau finanziert. An dieser Stelle stellt sich die Frage, wie viel die Gemeinde für die Gewerbebetriebe und für die DSL-Versorgung der Bürger investieren will und vor allem aufgrund der finanziellen Verhältnisse auch kann.

Weitere Erkenntnisse

Für ein Unternehmen wie das Autohaus Schulz, am Grasbrunner Weg, mit einer Datenleitung deutlich unter 1.000KB, ist es aus oben genannten Gründen schwer vorstellbar, in der nächsten Zeit eine verbesserte Netzversorgung durch die Telekom zu erhalten. Alternativlösungen die dem Unternehmen ca. 10.000Euro im Jahr kosten, sind die bittere Wahrheit. Aufgrund des technischen Fortschritts können evtl. in einigen Jahren völlig neue Möglichkeiten, wie Satellitenlösungen, eine günstigere und zukunfts-trächtigere Alternative sein.

Darüber hinaus

Die von der Telekom empfohlenen Ansprechpartner für Firmenkunden sind die persönlichen Firmen-kundenberater. Diese können Sie über Ihre Kundennummer telefonisch oder das Internet erreichen. Ein persönlicher Termin wird empfohlen. Auch genannt wurde uns das T-Punkt Business Center in der Wasserburger-Landstraße um Fragen zu klären und Lösungen zu finden.

Die Erwartung, dass die Telekom im Gespräch konkrete Verbesserungsvorschläge oder technische Alternativmöglichkeiten anbieten wird, hat sich nicht erfüllt. Einen Nutzen hatte das Gespräch dennoch: Die Unternehmen wissen, woran sie sind und können jetzt entsprechende Entscheidungen treffen. Dass es sich hierbei nicht gerade um einen Standortvorteil handelt, liegt auf der Hand. Auch Ideen, mit anderen Anbietern zu kooperieren oder andere technische Lösungen zu finden, geraten ins Blickfeld.